„Wir sind eigentlich total unfotogen", diesen Satz höre ich in fast jedem Vorgespräch, und fast immer von Menschen, die auf ihren Bildern später wunderbar natürlich aussehen. Die gute Nachricht vorweg: Ihr müsst euch nicht vor der Kamera in Pose werfen können. Das ist mein Job, nicht eurer.
Der wichtigste Trick klingt fast zu einfach: Konzentriert euch aufeinander und vergesst die Kamera. Je weniger ihr versucht, „richtig" auszusehen, desto echter werden die Bilder. Ich gebe euch dafür kleine Aufgaben an die Hand: Geht ein paar Schritte Hand in Hand, erzählt euch etwas, das ihr nur beide versteht, oder schaut euch einfach an. Aus dieser Bewegung und Nähe entstehen ganz von allein die schönsten, ungestellten Momente.
Ich leite euch dabei die ganze Zeit an und sage euch genau, was ihr tun könnt, ihr müsst also nie überlegen, wohin mit den Händen oder wie ihr stehen sollt. Für die schüchternen unter euch habe ich genauso Ideen parat wie für die Abenteuerlustigen. So müsst ihr euch nie fragen, was ihr mit euch anfangen sollt.
Wenn die Anspannung doch einmal zu groß wird, helfen ein paar simple Dinge: einmal tief durchatmen und die Luft langsam ausströmen lassen, die Hände locker ausschütteln oder zu Beginn zusammen einfach mal laut loslachen. Dieses eine gemeinsame Lachen löst fast jede Verkrampfung, und das echte Lächeln danach ist genau das, was ich einfangen möchte.

Das Wichtigste ist aber Vertrauen, und das entsteht nicht erst am Hochzeitstag. Dafür sind unser Vorgespräch und, wenn ihr mögt, ein Verlobungsshooting da. Wenn wir uns schon kennen, ist die Kamera am großen Tag längst vertraut. Und wer sich begleitet fühlt statt beobachtet, kann sich fallen lassen.
Am Ende braucht es vor allem eins: Zeit und keinen Druck. Deshalb plane ich unsere Paarfotos immer so, dass wir nicht hetzen müssen. Denn sobald ihr ankommt und loslasst, macht die Kamera den Rest, und ihr seht auf den Bildern genau so aus, wie ihr euch fühlt: verliebt und ganz ihr selbst.


