Familienfotos gehören zu den Momenten am Hochzeitstag, die mit der richtigen Planung am reibungslosesten laufen. Je nach Familie kommen hier schnell viele verschiedene Konstellationen zusammen: die engste Familie, die Patchwork-Runde, die Großeltern, die Trauzeugen. Ohne Vorbereitung wird daraus leicht der größte Zeitfresser des Tages.
Der einfachste Weg, das zu vermeiden, ist eine kurze Fotoliste vorab: Wer soll mit wem aufs Bild? Am hilfreichsten ist es, hinter jede Konstellation die Namen der Personen zu schreiben, mit Namen aufgerufen reagieren alle sofort. So kann ich die Liste einfach der Reihe nach abarbeiten, ohne dass wir vor Ort erst überlegen müssen, wer noch fehlt.
Als Richtwert empfehle ich acht bis zwölf Konstellationen und dazu, wirklich nur die enge Familie einzubestellen, also Geschwister, Eltern, Großeltern und Trauzeugen. Pro Gruppe gehen etwa zwei bis drei Minuten ins Land, sodass ihr für zehn Bilder ungefähr 20 bis 30 Minuten einplanen könnt. Alles Weitere lässt sich später entspannt bei der Feier nachholen.
Fast noch wichtiger als die Liste ist eine Person, die jeden kennt (Trauzeugen oder Geschwister eignen sich perfekt) und beim Zusammentrommeln hilft. Idealerweise steht diese Person selbst nicht mit auf den Bildern und hat die Liste ausgedruckt dabei. Bei größeren Gästezahlen macht sie oft den Unterschied zwischen fünf entspannten Minuten und einer halben Stunde Sucherei.

Der beste Zeitpunkt für Familienfotos ist direkt nach der Trauung, aber noch vor dem Essen und dem Brautpaarshooting, da sind ohnehin fast alle beisammen. Habt ihr euch für einen First Look mit Paarshooting entschieden, funktioniert es auch wunderbar davor. Sobald die Feier erst einmal richtig läuft, wird es dagegen deutlich schwerer, alle noch einmal an einem Ort zu versammeln.
So haben wir die wichtigen Bilder schnell im Kasten, und alle sind zügig zurück da, wo sie an so einem Tag am liebsten sind: beim Anstoßen und Feiern.


